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10.03.2010 - 15:59 Uhr
Arsenal wie im Rausch: Her mit den Großen

London (dpa) - «Gala», «Hammer-Auftritt», «Fußball für Fortgeschrittene»: Englands Medien schwärmten, und nach der 5:0 (2:0)-Gala gegen den FC Porto und dem mühelosen Einzug ins Champions League-Viertelfinale sprachen die Arsenal-Asse ungewohnt forsch vom ganz großen Preis.

«Wir wollen und können die Champions League gewinnen», tönte Angreifer Nicklas Bendtner, mit drei Toren (10./25./90. Minute) «Mann des Spiels». Nach dem 2:1 im Hinspiel nannte Portos Coach Jesualdo Ferreira das Debakel in London einen «schlechten Film im Schnelldurchgang».

Für den englischen Spitzenclub soll der Spaß aber erst jetzt so richtig losgehen. Auch ohne den verletzten Kapitän Cesc Fabregas spielte sich der Tabellendritte der Premier League gegen die Portugiesen in einen wahren Rausch. Neben Bendtner trafen Samit Nasri nach einem Traumsolo (63.) und Emmanuel Eboué (66.). Sogar der meist zurückhaltende und besonnene Coach Arsene Wenger sprudelte vor Euphorie: «Wenn ich heute nicht lachen kann, dann werde ich nie mehr lachen», erklärte der Elsässer und wünschte sich ausgerechnet Meister Manchester United oder den FC Chelsea als Gegner im Viertelfinale. Und das, obwohl sein Team alle vier Saisonspiele gegen ManUnited und Chelsea verloren hat.

«Ich habe ein komisches Gefühl, dass es gut für uns wäre, jetzt gegen ein englisches Team zu spielen. Das wäre die ideale Gelegenheit zu zeigen, was wir können» sagte Wenger und lobte die Entwicklung seiner jungen Mannschaft, «wir haben mentale Stärke, eine große Sehnsucht, spielerisch zu überzeugen und auch sonst viel Qualität.»  Aber: Sein Team müsse sich weiter verbessern.

Der bemerkenswerte Auftritt Bendtners ist geradezu symptomatisch für die noch zu schwankenden Leistungen der «Gunners». Nach dem 3:1 gegen den FC Burnsley wegen zahlreicher ausgelassener Riesenmöglichkeiten noch als Chancentod verspottet, zeigte der Schlaks aus Dänemark vor 60 000 Zuschauern im ausverkauften Emirates Stadium sein Potenzial. «Ich hoffe, er bekommt jetzt nicht zu viel Selbstbewusstsein«, warnte Wenger, «ich hoffe, es gibt ihm eher den Wunsch, noch härter an sich zu arbeiten.»

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